Tagesgeld Start im Jahr 2017 – wie entwickeln sich die Tagesgeldzinsen für deutsche Kunden?

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Der Leitzins liegt in Europa nach wie vor auf 0% und es gibt viele Anleger, die Sorge haben, dass sie bald gar keine Zinsen mehr auf dem Tagesgeldkonto erhalten. Fakt ist, dass einige Banken in der letzten Periode des Jahres 2016 den Zinssatz deutlich gesenkt haben und einige bereits gar keine Zinsen mehr auf das Tagesgeldkonto zahlen. Auch zum Januar 2017 haben sich einige Konditionen im Bereich Tagesgeld deutlich geändert, so dass die Kunden teilweise gar nicht mehr wissen, wo sie ihr Geld gut anlegen können.

Im direkten Vergleich zeigt sich, dass Neukunden nach wie vor bei einer Bank davon profitieren, dass sie binnen der ersten 3 bis 4 Monate nach der Kontoeröffnung eine mehr als attraktive Verzinsung erfahren können. Dies trifft jedoch nicht auf alle Banken und Konten zu, so dass die geringe Auswahl der attraktiven Konten schnell genannt wird. Bestandskunden müssen sich derzeit mit Zinssätzen in Höhe von 0,4 bis 0,5% Zinsen p.a. zufrieden geben, was jedoch mehr ist, als es z.B. bei den meisten Girokonten 2017 der Fall ist, denn hier gibt es nach wie vor in der Regel 0% Zinsen p.a. gutgeschrieben.

Consorsbank bietet seit dem 12.12. Neukunden attraktive 1,0% Zinsen p.a. für 6 Monate

Die Consorsbank bietet Neukunden für eine Kontoeröffnung ab dem 12. Dezember 2016 einen recht attraktiven Zinssatz in Höhe von 1,0% Zinsen p.a. für eine Laufzeit von 6 Monate und bis zu einer maximalen Anlagesumme in Höhe von 25.000 Euro. Fakt ist, dass der Zinssatz insgesamt sogar für 12 Monate gesichert werden kann. Dazu ist es lediglich zusätzlich erforderlich, dass die Kunden bei der Consorsbank neben den Tagesgeldkonto binnen der ersten 4 Monate nach der Kontoeröffnung noch ein Depot eröffnen. Fakt ist, dass das Depot genutzt werden muss. Dazu reicht ein Wertpapiersparplan mit einer Ausführung in Höhe von 50 Euro im Monat oder der Kauf von Wertpapieren in Höhe von mindestens 1.000 Euro. Bei beiden Optionen muss die jeweils gewählte bis zum Ende des Tagesgeldangebotes gehalten werden.

Das aktuelle Angebot bei der Consorsbank löst damit das bisherige Angebot ab, welches gerade einmal 0,60% Zinsen p.a. für 12 Monate bis zu einer maximalen Summe in Höhe von 20.000 Euro angeboten hatte und zwar ohne, dass das Angebot verlängert werden kann.

Neben der Consorsbank gab es zum Wechsel des Jahres 2016 auf das Jahr 2017 noch einige weitere Änderungen auf dem Markt der Zinsen für Tagesgeldkunden. Dabei handelt es sich jedoch leider meist nicht um Angebote für Neukunden sondern um entsprechende Zinssenkungen von denen in der Regel vor allem Bestandskunden betroffen sind.

Welche Zinssenkungen gelten seit dem Jahreswechsel für Tagesgeldkunden?

Zum Jahreswechsel gab es einige Zinssenkungen, von denen die Tagesgeldkunden in Deutschland betroffen waren. Bei der mbs direkt wurde zum 1. Januar 2017 eine Zinsstufe aufgehoben. Anlagesummen die über 50.000 Euro sind und unter 500.000 Euro betragen werden nun statt mit 0,025% Zinsen p.a. mit 0,01% Zinsen p.a. verzinst. Unter dem Strich erfahren die Kunden somit nur eine minimale Änderung der Konditionen.

Bei der MERKUR Bank ist die Änderung der Konditionen schon etwas deutlicher ausgefallen. Der Zinssatz liegt normal bei 0,40% Zinsen p.a. bis zu einer Summe in Höhe von 10.000 Euro. Seit dem 1. Januar 2017 werden jedoch auf das Tagesgeld Classic gar keine Zinsen mehr gezahlt.

Deutsche Skatbank verlangt von ihren Kunden Strafzins

Bei der Deutschen Skatbank wurden zum 1. Januar 2017 die Strafzinsen leicht erhöht. Der Zinssatz lag bisher bei -0,25% Zinsen und wird seit wenigen Tagen mit -0,40% Zinsen p.a. verrechnet. Fakt ist, dass der Strafzins für private Kunden sowie für geschäftliche Kunden gilt und zwar für Guthaben von mindestens 500.000 Euro beim Tagesgeld. Wer sich für ein Girokonto entscheidet und hier mehr als 1 Millionen Euro anlegt, muss ebenfalls entsprechende Strafzinsen bezahlen.

Welche Bank bietet Bestandskunden 2017 attraktive Zinsen?

Bei der Renault Direkt Bank erhalten Bestandskunden aber auch Neukunden attraktive Zinsen gutgeschrieben. Wer ein neues Tagesgeldkonto bei der Bank aus Frankreich eröffnet erhält für die ersten 3 Monate nach der Kontoeröffnung einen Zinssatz in Höhe von 0,70% Zinsen p.a. gutgeschrieben. Auch im Anschluss wird derzeit ein attraktiver Zinssatz in Höhe von 0,50% Zinsen p.a. gezahlt, der mehr als anständig ist. Anteilig werden die Zinsen bei der Bank aus Frankreich einmal im Monat gutgeschrieben, so dass die Kunden über das Jahr betrachtet von einem minimalen Zinseszinseffekt profitierten.

Bei der Opel Bank erhalten die Kunden ebenfalls aktuell einen Zinssatz in Höhe von 0,50% Zinsen p.a. auf das Tagesgeld gutgeschrieben. Anzumerken ist, dass bei der Opel Bank die deutsche Einlagensicherung greift. Die Zinsen werden von der Bank anteilig einmal im Monat auf dem Tagesgeldkonto für die Kunden gutgeschrieben. Es muss erwähnt werden, dass die Kontoführung kostenfrei ist. Vor rund einem Jahr lag der Zinssatz beim Tagesgeld bei der Opel Bank noch bei etwa 1% Zinsen p.a. also doppelt so hoch, wie es jetzt der Fall ist. Es ist durchaus denkbar, dass die Tagesgeldzinsen insgesamt weiter fallen, was aber auch davon abhängig ist, wie sich der Leitzins und der Markt entwickeln.

Die Opel Bank sowie die Renault Direkt Bank bieten ihren Kunden die gesetzliche Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro je Kunde an, so dass entsprechende Summen bestens abgesichert sind.

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