Welche Tagesgeldkonten bieten im November 2015 noch 1% Zinsen p.a.?
Die Tagesgeldkonten sind nach wie vor bei den meisten Anlegern von großer Bedeutung. Das liegt unter anderem daran, dass es hier eine hohe Sicherheit gibt (viele Banken bieten 100.000 Euro Einlagensicherung je Kunde an) und darüber hinaus das Geld sehr flexibel genutzt werden kann. Der Name Tagesgeld suggeriert bereits, dass das Geld maximal einen Tag angelegt ist und danach frei verfügt werden kann, bzw. zum Girokonto zurück überwiesen werden kann. Nachdem die Zinssätze für Tagesgeldkonten in den vergangenen Jahren immer weiter gesunken sind, gibt es nur noch wenige Banken, die rund 1% Zinsen p.a. zahlen. Dennoch sollte auf den Zinssatz geachtet werden, denn einige Banken zahlen 1% p.a. und zahlen die Zinsen anteilig sogar einmal im Monat an ihre Kunden aus.
Banken mit 1% Zinsen p.a. in Deutschland – gibt es das noch?
Auch im November 2015 gibt es z.B. mit der Renault Direkt Bank noch eine Bank, die attraktive Tagesgeldzinsen zahlt. Neukunden erhalten hier für die ersten 3 Monate sogar 1,10% Zinsen p.a. gutgeschrieben und danach den aktuellen Standardzinssatz, der derzeit bei 1,0% Zinsen p.a. liegt. Die Zinsen werden den Kunden anteilig einmal im Monat gutgeschrieben, so dass diese von einem Zinseszinseffekt profitieren können. Die Einlagensicherung bei der Renault Direkt Bank beläuft sich je Kunde auf insgesamt 100.000 Euro. Wer höhere Summen anlegen möchte, muss sich dafür ein Tagesgeldkonto bei einer anderen Bank anlegen, oder nimmt in Kauf, dass die höheren Summen bei der Renault Direkt Bank nicht mehr abgesichert werden.
Mone You – mit 0,95% Zinsen p.a. leicht unter 1% p.a.
Aktuell bietet der Anbieter Mone You aus den Niederlanden 0,95% Zinsen p.a. an. Die Zinsen werden einmal im Quartal gutgeschrieben, so dass die Kunden auch hier von dem Zinseszinseffekt profitieren können. Bei Mone You beläuft sich die Sicherungsgrenze der Kundeneinlagen ebenfalls auf 100.000 Euro.
Bei der Renault Direkt Bank sowie bei Mone You dürfen je Kunde insgesamt bis zu 1 Millionen Euro angelegt werden. Zu erwähnen ist aber, dass z.B. im Falle einer Bankenpleite maximal 100.000 Euro je Kunde abgesichert sind. Beide Banken nutzen das so genannte mTAN Verfahren. Das bedeutet, dass die Bank eine Transaktion mit einer mTAN freigeben lassen. Der Kunde erhält eine SMS auf sein Handy, in welcher dann ein TAN Code steht. Dieser muss innerhalb einer Zeitspanne von wenigen Minuten im Online Banking Bereich der Bank eingegeben werden, um die gewünschte Transaktion freizuschalten. Das mTAN Verfahren wird bei vielen Direktbanken angeboten. Sicherheitsbedenken können dadurch minimiert werden, dass es beim Tagesgeldkonto lediglich möglich ist, Gelder zurück zum Referenzkonto zu schicken und dieses meist nicht sehr leicht gewechselt werden kann.
PSA Direktbank bietet seit Juni 0,9% Zinsen p.a. an
Bei der PSA Direktbank werden den Kunden seit dem Monat Juni 2015 Zinsen in Höhe von 0,9% p.a. angeboten. Die Zinsen werden einmal im Monat auf dem Tagesgeldkonto anteilig gutgeschrieben, so dass die Kunden von einem Zinseszinseffekt profitieren können. Bei der PSA Direktbank werden ebenfalls bis zu 100.000 Euro je Kunde abgesichert.
Es gibt unter dem Strich mehrere Banken, die etwa 1% Zinsen p.a. anbieten und sogar teilweise jeden Monat anteilig die Zinsen auszahlen. Die Anleger sollten jedoch berücksichtigen, dass die Banken jederzeit den Zinssatz ändern (z.B. senken) können.